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Wie bei allen Büchern und Meinungen gibt es nicht nur ein gut oder schlecht. Jeder verantwortungsvolle Hundefreund mag sich damit beschäftigen und das herausfiltern, was ihm am sinnvollsten erscheint.

..... oder auf das Bauchgefühl hören.

 

 

Der Verständigungsschlüssel zum Hund ist ein Buch für Züchter und für Menschen, die mehr als einen Hund, also ein Rudel haben.

Über den Inhalt kann man geteilter Meinung sein und ich habe eine sehr schöne Rezension dazu gefunden, die auch meinem Verständnis dazu entspricht.

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Zum Thema vererbte Rudelstellungen

Das Thema vererbte Rudelstellungen hat in den letzten zwei Jahren sehr an Popularität gewonnen. Spätestens seit Maja Nowak im TV die einzelnen Stellungen der Hunde behandelt, wird das Konzept der Rudelstellungen in der Fachwelt und bei Hundehaltern heiss diskutiert.
Gern können Sie sich auf der Website von Barbara Ertel und dem „Verein vererbte Rudelstellung der Hunde“ erste Informationen beschaffen und sich in die Thematik hineinlesen, wenn dies Neuland für Sie sein sollte.
Auch ich habe mich intensiv mit diesem Thema beschäftigt und auch einen Rudelstellungsworkshop von Barbara Ertel besucht, um mir selbst ein Bild zu machen.

Da ich immer wieder Anfragen bekomme, ob ich die Rudelstellung eines Hundes bestimmen würde, möchte ich mich hier auch zu diesem Thema äußern.
Die Antwort auf diese Frage nehme ich gleich vorweg:
Ich bestimme im Einzeltraining und in meinen Gruppenkursen keine Rudelstellungen.
Dies hat mehrere Gründe. Zum einen fehlt mir die Erfahrung auf diesem Gebiet. Zum anderen sehe ich das Konzept der vererbten Rudelstellungen nicht als das Nonplusultra an. Es ist und bleibt ein Konzept, aus dem ich mir herausziehe, was ich nachvollziehen kann und was sich im Rahmen meiner Arbeit umsetzen lässt.
Nicht nachvollziehen kann ich die Schlussfolgerungen und die Konsequenzen, die daraus von Frau Ertel und ihren Anhängern gezogen werden. Ich habe kein gutes Gefühl dabei, wenn Hundehaltern empfohlen wird, Hunde abzugeben oder neue Hunde aufzunehmen, nur um „Struktur zu schaffen“, wenn die Rudelstellung dieser Hunde angeblich nicht passt.
Was mir bei dieser Betrachtung fehlt ist die reale Sichtweise, dass Hunde mit uns Menschen zusammen leben, dass der Mensch einen entscheidenden Einfluss auf das Verhalten der Hunde hat und dass er bei Unstimmigkeiten im Rudel auch eine nicht zu unterschätzende Regulierungsfunktion übernehmen kann.

Die Stellungen im Rudel sollen laut Barabara Ertel ausschlielich vererbt sein. Zur Genetik der Rudelstellungen gibt es jedoch bis heute keine Untersuchungen. Außerdem gibt es mir zu denken, dass anscheinend weltweit nur Frau Ertel die einzige Person ist, die die Rudelstellungen bestimmen kann und die dies für sich beansprucht.
Es ist jedoch auch erwiesen, dass Verhaltensweisen von Lebewesen nicht ausschließlich auf Vererbung beruhen, sondern zu nicht unerheblichen Teilen durch Sozialisation und Umweltreize erworben werden.
Ich stelle nicht in Frage, dass es bestimmte Rudelstellungen, also bestimmte Positionen und Typen von Hunden in einem Rudel gibt. Jedoch möchte ich die Schablone der vererbten Rudelstellungen nicht über das wunderbar vielfältige und anpassungsfähige Wesen Hund legen und ihn damit ausschließlich auf seine Rudelstellung reduzieren.
Meine bisherigen Kenntnisse über das Konzept der vererbten Rudelstellungen nutze ich deshalb nur ergänzend zu meiner Arbeitsweise. Während meiner Arbeit unterscheide ich zwischen souveränen Hunden mit Leithundqualitäten und zwischen solchen, die sich nicht so souverän verhalten, aber dafür andere Qualitäten besitzen und im Rudel andere Aufgaben übernehmen als Leithunde. Je nach Typ und Charakter der Hunde entscheide ich mich für unterschiedliche Kommunikations- und/oder Kooperationsformen im Umgang mit ihnen.
Sie sind herzlich eingeladen, die Persnlichkeit Ihres Hundes mit mir als „Dolmetscherin“ kennen zu lernen.

Anja Baumert

16. März 2014

 

 

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